Wälder sind das vorherrschende terrestrische Ökosystem der Erde.

Ein Wald ist eine von Bäumen dominierte Pflanzengemeinschaft. Bäume bestimmen maßgeblich den Charakter eines bestimmten Waldes, was von den jeweils vorherrschenden Baumarten abhängt.
Die Pflanzen im Wald hängen vom Klima, der Art des Bodens, auf dem sie wachsen, und den Wasserverhältnissen ab.
Diese Faktoren führen dazu, dass wir über eine riesige Vielfalt an verschiedenen Waldtypen verfügen.
Selbst auf engem Raum können wir aufgrund der oben genannten Faktoren auf ganz unterschiedliche Waldtypen – und somit auf eine völlig andere Vegetation – treffen.
Versuchen wir, bei einem Spaziergang durch den Wald innezuhalten und für einen Moment die verschiedenen Elemente des Waldes bewusst wahrzunehmen. Neben einer großen grünen Fläche erwartet uns ein detailreiches Bild: Wir entdecken einen Ort, an dem ganz unterschiedliche Pflanzen und Tiere leben.
Es ist eine faszinierende Erfahrung, die vielen Menschen große Freude bereitet.

Ein Ort, an dem verschiedene Pflanzen- und Tierarten in einer engen Beziehung und gegenseitigen Abhängigkeit zusammenleben.
Ein Ort, an dem Pflanzen und Tiere mit einigen kooperieren und wiederum mit anderen konkurrieren.
Das Kennenlernen der Pflanzen- und Tierwelt des Waldes kann sehr erfüllend sein. Die gewonnenen Erkenntnisse werden es uns ermöglichen, unsere Spaziergänge im Wald noch bewusster zu genießen.
Um die gewünschten Informationen zu erhalten, können Sie reich bebilderte Bücher über die Welt der Waldpflanzen und -tiere lesen. Sie können auch von Mitarbeitern von Nationalparks oder Forstämtern eingerichtete Informationszentren besuchen, in denen dieses Wissen praxisnah vermittelt wird.
Zudem finden Sie auf YouTube Videos zu ausgewählten Wäldern – oft ganz in der Nähe Ihres Wohnortes –, um weitere interessante Details über die dortige Natur zu erfahren.
Auf unseren nächsten Wanderungen können wir dann gezielt nach diesen Elementen der Natur Ausschau halten.
Ein Botanikprofessor behauptete einst, der Wald sei unser natürlicher Lebensraum.
Ein Wald besteht aus mehreren Schichten.
Die Hauptschichten aller Waldtypen sind:
- Die Moosschicht
- Die Krautschicht
- Die Strauchschicht
- Die Baumschicht

Jede Schicht beherbergt eine andere Gruppe von Pflanzen und Tieren, abhängig von der Verfügbarkeit von Sonnenlicht, Feuchtigkeit und Nahrung.
Die Moosschicht

Bewuchs auf der Waldstreu bis zu einer Höhe von ca. 15 cm.
Der Boden selbst ist mit einer Schicht aus totem pflanzlichen und tierischen Material bedeckt. In dieser Schicht und im Oberboden knapp darunter leben unzählige kleine Bodenorganismen wie Bakterien, Pilze, Algen und Mikroorganismen. Sie bewegen sich im Boden, bauen abgestorbene organische Stoffe ab und transportieren sie tiefer in das Erdreich.

An manchen Stellen ist der Boden dicht mit Flechten und Moos bedeckt.

Die Krautschicht

Die Vegetationsschicht im Wald direkt unterhalb der Strauchschicht wird als Krautschicht bezeichnet.
Die Krautschicht besteht hauptsächlich aus krautigen Pflanzen, Floren, Gräsern, Zwergsträuchern sowie jungen Sträuchern und Baumsetzlingen.

Die Krautschicht ist eine der bodennahen Vegetationsschichten im Wald. Für die Pflanzen in dieser Schicht bleibt oft nur sehr wenig Sonnenlicht übrig.
Die Strauchschicht

Die Strauchschicht ist eine etwa 1,5 bis 5 Meter hohe Vegetationsschicht innerhalb des Lebensraums.
Diese Schicht besteht hauptsächlich aus jungen Bäumen und Sträuchern. Die Strauchschicht benötigt mäßiges Licht und Feuchtigkeit. Nur das durch das Kronendach gefilterte Licht gelangt bis hierhin.
Die Strauchschicht wird von halbschattigen oder schattenliebenden Pflanzen bevorzugt, die kein grelles, direktes Sonnenlicht vertragen. Kleine und mittelgroße Vögel, die oft als Gebüschbrüter bezeichnet werden, sind hier häufig zu finden, da ihre Nester durch die dichten Blätter gut geschützt sind. Europäische Beispiele hierfür sind die Amsel, die Singdrossel, das Rotkehlchen und die Mönchsgrasmücke.

Zu den typischen Sträuchern gehören Holunder, Hasel, Weißdorn, Himbeere und Brombeere. Am Waldrand wirkt die Strauchschicht zudem als Windschutz für die Bäume und schützt den Waldboden vor dem Austrocknen.
Die Baumschicht

Diese Vegetationsschicht beginnt ab einer Höhe von etwa 5 Metern und bildet die oberste Etage des Waldes. Bäume können hierzulande bis zu 45 Meter hoch werden.
Bäume (und größere Sträucher) variieren in ihrer Höhe. Die Krone eines kleineren Baumes befindet sich oft auf der gleichen Höhe wie der Stamm eines höheren Baumes.
An der Spitze bilden die Kronen der verschiedenen Baumarten ein mehr oder weniger geschlossenes Kronendach. Die Dichte dieses Daches bestimmt, wie viel Licht bis auf den Waldboden durchdringt.
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Kleiber

Specht
Ein großer Nutzen der Vögel liegt in ihrer Fähigkeit, zur Gesundheit der Waldbestände beizutragen.

Feldhase
Der Wald und seine gesellschaftliche Bedeutung:

Er dient als wichtiges Naherholungsgebiet.

Er fungiert als Kohlenstoffsenke (indem er Kohlendioxid in Sauerstoff und Biomasse umwandelt) und ist daher unerlässlich, um den Klimawandel abzumildern.
Er reinigt das Wasser.
Er schützt vor Naturgefahren wie Hochwasser und Überschwemmungen.
Er dient als genetische Reserve.
Er ist eine nachhaltige Quelle für Holz.

Für die Zeit, die wir ihm schenken, belohnt uns der Wald mit spannenden Entdeckungen, frischer Luft, tiefer Entspannung und wohltuendem Vogelgezwitscher.
Quellenangaben: wikipedia.org
Dieser Artikel verwendet Materialien aus den Wikipedia-Artikeln Forest (Autoren) und Stratification (Autoren) sowie aus den deutschen Versionen Wald (Autoren) und Schichtung (Autoren), veroffentlicht unter CC BY-SA 3.0.
